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Die außerordentliche Abberufung des Verwalters kann zum Verlust der Verwaltervergütung führen, wenn der Beschluss bestandskräftig wird
Zusammenfassung des Hinweisbeschlusses des LG Frankfurt vom 05.11.2018 zu dem Aktenzeichen 2-13 S 111/18

In dem streitgegenständlichen Fall stritten die Parteien, eine WEG und ein Verwalter, über die Zahlung von Verwaltergebühren für den Zeitraum zwischen der fristlosen Abberufung des Verwalter aus wichtigem Grunde und dem Ende seines Verwaltervertrages bei regulärem Ablauf. 

In dem streitgegenständlichen Fall hat die Gemeinschaft sah der Verwaltervertrag vor, dass im Falle einer wirksamen außerordentlichen Kündigung auch der Verwaltervertrag zeitgleich endet. 

Der Verwalter wurde fristlos aus wichtigem Grunde abberufen.  

Eine Anfechtung des Abberufungsbeschlusses durch den Verwalter erfolgte nicht. 

Das Landgericht Frankfurt vertritt daher die Rechtsansicht, dass wenn die Laufzeit eines Verwaltervertrages an die Laufzeit der Verwalterbestellung gekoppelt ist und der Verwalter aus wichtigem Grunde bestandskräftig abberufen wird, der Verwalter dann auch die künftigen Anspruch auf Vergütung verliert. 



Der Autor dieses Artikels, Herr Dirk Salewski, ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht (www.anwaltskanzlei-immobilienrecht.de). Er ist daneben Vorstandsmitglied des WEG Verein Interessenvertretung für Wohnungseigentümer e.V. (www.weg-verein.de) und Mitverfasser benutzerfreundlicher Formulare im Bereich des Mietrechts (zu erwerben über: www.radon-verlag.de).

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